Erfahrungsbericht vom Neckartalradweg: Von Tübingen nach Mannheim

Der Neckartalradweg begleitet mich schon länger. Tatsächlich ist diese Tour bereits mein dritter Versuch, die Strecke vollständig zu fahren. Bei meinen letzten Anläufen musste ich wegen schlechtem Wetter oder aus anderen Gründen vorzeitig abbrechen.

Mir fehlte noch der zweite Teil des Radwegs, daher habe ich mich entschieden meine Tour von Tübingen bis Mannheim zu fahren – Teile davon kannte ich schon, aber beim dritten Anlauf kann man Dinge ruhig zum zweiten Mal fahren.

Ich bin insgesamt fünf Tage unterwegs gewesen, inklusive An- und Abreise, und habe die Etappen bewusst so gewählt, dass sie entspannt zu fahren sind und genug Zeit für spontane Stopps bleibt.

1. Tag: Tübingen nach Esslingen: ca. 50km

Anreise ohne Stress nach Tübingen
Meine Anreise startet in Karlsruhe. Tübingen ist mit dem Regionalverkehr gut erreichbar. Ich musste zwar zweimal umsteigen, insgesamt war die Verbindung aber unkompliziert und angenehm — gerade weil ich mittags unterwegs war und nicht im Berufsverkehr.

Gegen 14 Uhr komme ich in Tübingen an und nutze die Gelegenheit für einen kurzen Abstecher in die Stadt.

Erstmal Tübingen aufsaugen
Bevor ich aufs Rad steige, schaue ich mir noch einmal die Stimmung rund um die Eberhardsbrücke an. Bei etwa 17 Grad und Sonne sitzen überall Menschen am Neckar, auf Mauern, am Ufer und in den Cafés. Genau diese Mischung aus Wasser, Altstadt und Frühlingsgefühl macht Tübingen für mich jedes Mal besonders.

Ich schlendere noch kurz durch die Altstadt, bevor ich schließlich losfahre.

Zwischen Neckarblicken und kurzem Orientierungschaos
Der Start auf die Strecke ist zunächst ein bisschen holprig, weil ich erst kurz schauen muss, in welche Richtung ich genau weiterfahre. Danach läuft es aber.

Mein erstes gedankliches Zwischenziel ist Nürtingen. Die Strecke dorthin verläuft meist angenehm in Neckarnähe. Zwar gibt es immer mal wieder kürzere Abschnitte an Straßen, insgesamt fährt es sich aber ruhig und entspannt. Besonders schön finde ich, dass man den Neckar immer wieder sieht und die Streckenabschnitte nie zu lang oder eintönig werden.

Nürtingen als schöner Zwischenstopp
In Nürtingen lege ich einen kurzen Halt ein. Der Ort eignet sich aus meiner Sicht auch gut als Zwischenübernachtung auf dem Neckarradweg. In einer meiner früheren Touren habe ich in Nürtingen übernachtet und mich sehr wohl gefühlt. Auch hier sitzen Menschen in Restaurants und Cafés am Wasser und genießen den aufblühenden Frühling.

Der Neckar wird breiter, die Stimmung immer schöner
Von Nürtingen nach Esslingen sind es nochmal etwa 25km, für den Anreisetag war ich etwas optimistisch mit 50 Kilometern zu planen, das würde ich so nicht nochmal machen. Hinter Nürtingen wird der Neckar spürbar breiter und die Strecke führt wieder häufiger direkt am Wasser entlang. Auch wenn man zwischendurch mal Verkehr hört, überwiegt für mich ganz klar das Schöne: Frühlingsfarben, Menschen draußen, Bewegung am Fluss und diese leichte Stimmung, die ein Radtag bei Sonne einfach bekommt.

Ankommen in Esslingen – genau vor dem Regen
Am frühen Abend erreiche ich Esslingen. Viel Zeit für die Stadt bleibt heute nicht mehr, das verschiebe ich auf den nächsten Morgen.

Übernachtet habe ich im ECOINN Hotel am Campus. Das Hotel liegt zentrumsnah, sodass man gut zu Fuß in die Stadt kommt. Mein Fahrrad wurde in einem separaten, abgeschlossenen Fahrradkäfig untergebracht — eine Lösung, die ich für die Nacht wirklich gut fand.

Und dann hatte ich direkt am ersten Tag perfektes Timing: Genau in dem Moment, als ich im Hotel ankam, zogen Sturm und Regen auf.

Das Frühstück im ECOINN Hotel in Esslingen kann bei gutem Wetter übrigens auf einer Terrasse direkt über dem Fluss eingenommen werden (siehe Foto). Bei mir war es leider noch etwas zu kalt, aber im Sommer ist das Hotel sicherlich ein Geheimtipp.

Highlights des Tages

  • entspannte Anreise mit dem Regionalverkehr
  • Frühlingsstimmung in Tübingen
  • schöne Neckarabschnitte Richtung Nürtingen

2. Tag: Esslingen nach Besigheim: ca. 60 km

Die zweite Etappe führt mich von Esslingen nach Besigheim über rund 60 Kilometer.
Ich habe morgens noch eine kleine Runde durch Esslingen gedreht, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass es die Kessler Sektkellerei gibt, die älteste Sektkellerei Deutschlands, in der man auch Führungen und selbstverständlich auch Verkostungen machen kann. Dafür sollte man sich allerdings rechtzeitig anmelden und die Öffnungszeiten beachten.

Überraschend angenehm durch den Stuttgarter Raum
Ich hatte ehrlich gesagt etwas Sorge, dass es rund um Stuttgart eher industriell wird – unter anderem weil ich das von einer meiner Touren am Neckarradweg so in Erinnerung hatte. Diese Sorge war aber komplett unbegründet, im Gegenteil: Die Strecke bleibt viel grüner als erwartet und fährt sich richtig angenehm. Hier und da fährt man an einer Straße, aber das war wirklich nicht störend.

Kleine Highlights unterwegs
Ich komme am Mercedes-Benz Museum und an der Wilhelma vorbei – beides gute Optionen für Stopps, wenn man mehr Zeit hat. Die Innenstadt Stuttgarts liegt nicht direkt am Neckartalradweg, daher habe ich keinen Umweg gemacht, sondern bin nur an Stadtteilen Untertürkheim und Bad Cannstatt vorbeigefahren.

Beschilderung mit kleinen Lücken
Was mir auffällt: Die Beschilderung ist nicht immer ganz eindeutig. Mein Tipp: Immer die nächsten Orte im Kopf behalten, dann findet man sich trotzdem gut zurecht.

Marbach als schöner Zwischenort
Ein Ort, der sich besonders gut für eine Pause eignet, ist Marbach am Neckar. Die kleine Stadt ist vor allem als Geburtsort von Friedrich Schiller bekannt. Das dortige Schiller-Nationalmuseum erinnert an den berühmten Dichter und Philosophen.
Wer seine Etappen anders plant als ich, könnte Marbach auch gut als Übernachtungsort einbauen.

Auf dem weiteren Weg nach Besigheim fährt man häufig direkt am Neckar und hat auch immer wieder Blick auf die Weinberge, das macht die Kulisse und Tour des heutigen Tages besonders.

Besigheim als echtes Highlight
Besigheim ist ein richtig schöner Abschluss für den Tag. Kleine Altstadt, viel Charme, Weinberge in der Umgebung.

Ich übernachte im Hotel am Markt, mitten in der Altstadt, ein wirklich besonderes Hotel mit viel Charakter und Flair. Mein Zimmer liegt unter einem Dach mit sichtbaren Holzbalken – eine Mischung aus historischem Gebäude und renovierter Einrichtung. Das Frühstück am nächsten Morgen ist hervorragend. Für das Fahrrad gibt es eine abschließbare Garage direkt um die Ecke vom Hotel.

Und auch heute wieder: Kurz nach meiner Ankunft beginnt es zu regnen. Das Glück scheint wirklich auf meiner Seite zu sein 🙂

Highlights des Tages

  • entspannte Strecke trotz Stuttgart-Nähe
  • schöne Abschnitte am Neckar
  • Marbach als Zwischenstopp
  • charmante Altstadt von Besigheim

3. Tag: Von Besigheim nach Mosbach: ca. 65 km

Die dritte Etappe führt mich von Besigheim nach Mosbach-Diedesheim und ist mit rund 65 Kilometern die längste der ersten drei Tage. Gleichzeitig ist sie für mich bislang auch eine der schönsten.

Ein Radtag wie aus dem Bilderbuch
Schon am Morgen ist klar: Das wird ein richtig guter Tag. Die Sonne scheint, das Licht ist weich und überall wird es grüner. Ich glaube man kann mir ansehen, wie glücklich mich das alles gemacht hat.

Gerade der Beginn der Etappe ist wunderschön. Ich fahre immer wieder direkt am Neckar entlang, sehe Weinberge, Wasser, frische Farben und diese besondere Ruhe, die Flusslandschaften im Frühling oft haben. Mehrfach halte ich an, einfach weil ich den Moment festhalten will.
Für mich ist genau das einer der größten Pluspunkte am Radfahren im Frühling: Wenn das Wetter mitspielt, ist die Landschaft lebendig, aber noch nicht überlaufen.

Heilbronn und ein lohnender Stopp an der Experimenta
In Heilbronn kommt man an der Experimenta vorbei. Das ist kein klassisches Museum, sondern eher ein interaktives Science Center, in dem man Dinge spielerisch entdecken und ausprobieren kann — spannend für Familien, aber definitiv nicht nur für Kinder. Je nach Wochentag und Ferienzeit ist es dort natürlich voller oder entspannter. Ich habe hier diesmal keinen Halt gemacht, denn die Experimenta hatte ich bei meiner zweiten Neckarradwegtour bereits erkundet und bin weiter nach Neckarsulm gefahren.

Neckarsulm, NSU und der Moment, in dem alles Sinn ergibt
In Neckarsulm lege ich einen längeren Stopp ein, denn ich habe dort zu Mittag gegessen und einen Abstecher im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum eingelegt. Erst fand ich den Namen ehrlich gesagt kurz verwirrend — Fahrrad und NSU, wie passt das zusammen?

Vor Ort wird das dann schnell klar: NSU war ursprünglich ein großer Fahrradhersteller, später kamen Motorräder und Autos dazu. Das Unternehmen aus Neckarsulm machte sich mit Zweirädern ebenso einen Namen wie später mit Fahrzeugen wie dem NSU Prinz oder dem Ro 80. 1969 fusionierte NSU mit Auto Union zur AUDI NSU AUTO UNION AG unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns. Deshalb steckt historisch hinter NSU heute tatsächlich die Entwicklungslinie, die zu Audi gehört. 

Das Museum selbst fand ich richtig gelungen: kurzweilig, interessant und genau passend für einen Etappenstopp. Ich war ungefähr eine halbe Stunde dort, man kann aber sicher auch länger bleiben. Es gibt wohl auch Führungen, die man vorab anmelden kann.

Bad Wimpfen: Besonderes Altstadtflair
Danach bin ich weiter bis nach Bad Wimpfen gefahren. Eigentlich führt der Neckarradweg eher daran vorbei, aber ich wollte unbedingt noch einmal in die Altstadt, weil ich schon einmal ohne Fahrrad dort war und den Ort so schön fand.


Bad Wimpfen ist für seine historische Altstadt mit Fachwerk, engen Gassen und markanter Silhouette über dem Neckar bekannt — und genau dieses Flair mag ich dort so. Der Abstecher nach oben kostet ein paar Steigungen, und ohne E-Bike hieß das für mich kurz schieben. Aber es ist absolut machbar und lohnt sich.
Oben gab es dann noch Kaffee und Kuchen, ein bisschen durch die Gassen laufen, kurz alles aufsaugen — und dann wieder zurück auf die Strecke.

Feldwege, letzte Kilometer und Vorfreude auf morgen
Auf dem Weg Richtung Mosbach gibt es zwischendurch auch mal kürzere Abschnitte an Straßen, aber nie lange. Zum Ende hin fahre ich teilweise auch durch offene Felder, was ebenfalls richtig schön war.
Das Wetter war so gut, dass ich am Ende das Gefühl hatte, locker noch 20 Kilometer weiterfahren zu können.

Beseelt angekommen in Mosbach-Diedesheim
Gegen 17 Uhr erreiche ich Mosbach-Diedesheim. Ich übernachte im Hotel Lindenhof, freue mich über diesen rundum gelungenen Radtag und schreibe direkt am Abend meine Eindrücke auf. Für mein Fahrrad gab es eine eigene Garage. Im Hotel kann man auch zu Abend essen, ich habe mich über das frisch zubereitete, leckere Rührei zum Frühstück sehr gefreut und mich kurz mit dem Inhaber unterhalten, der das Hotel bereits in dritter Generation fortführt – wie besonders!

Genau so darf sich eine mehrtägige Tour anfühlen: schönes Wetter, tolle Orte, kleine spontane Stopps und das Gefühl, dass man am liebsten noch weiterfahren möchte.

Highlights des Tages

  • besonders schöner Start mit Weinbergen, Neckar und Frühlingsstimmung
  • Besuch im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum in Neckarsulm & Mittagessen in Neckarsulm
  • lohnender Abstecher in die Altstadt von Bad Wimpfen
  • Übernachtung im Hotel Lindenhof in Mosbach-Diedesheim

4. Tag: Mosbach nach Heidelberg: ca. 65km

Die vierte Etappe führt mich von Mosbach-Diedesheim nach Heidelberg. Mit rund 65 Kilometern ist sie ähnlich lang wie der vorherige Tag – auch wenn mein Tacho durch einen kleinen Umweg am Ende eher knapp 70 Kilometerangezeigt hat.

Nach dem wirklich wunderschönen dritten Tag war ich gespannt auf diese Etappe. Am Ende muss ich ehrlich sagen: Sie hat mir von allen bisherigen Tagen am wenigsten Spaß gemacht.

Ein schöner Beginn am Neckar
Der Tag startet eigentlich sehr angenehm. Die ersten Kilometer führen wieder ruhig am Neckar entlang, die Landschaft ist grün und die Stimmung entspannt.

Doch nach einiger Zeit (ich schätze 15-20km) verändert sich die Strecke deutlich.

Wenn der Untergrund zum Hauptthema wird
Ein großer Teil der heutigen Etappe führt über Waldwege, Schotter oder sehr unebenen Asphalt.

Das Foto hier zeigt eine Stelle an der ich etwas Rast gemacht habe. Man kann hier ganz gut erkennen, was ich mit Waldweg meine, denn der Boden ist nicht wirklich befestigt und sehr uneben.

Denn Waldwege an sich finde ich völlig in Ordnung – gerade bei einer Flussroute gehört das manchmal dazu.
Heute war der Untergrund allerdings stellenweise so holprig und unruhig, dass das Fahren wenig Spaß gemacht hat.

Teilweise war der Asphalt richtig hubbelig, teilweise ging es über Schotterpassagen oder aufgebrochenen Asphalt. Insgesamt fühlte sich dieser Abschnitt eher wie eine Wanderroute als ein komfortabler Radweg an.

Forstarbeiten und ein kurzer Seitenwechsel
Unterwegs musste ich einmal die Flussseite wechseln, weil Forstarbeiten den Radweg gesperrt hatten. Dadurch ging es ein Stück über eine Straße. Das war allerdings weniger problematisch als gedacht. Es gab einen Fahrradstreifen, sodass ich mich dort nicht unsicher gefühlt habe.

Überraschend wenige Möglichkeiten für eine Pause
Etwas überrascht war ich davon, dass ich unterwegs kaum Orte mit Restaurants oder Cafés gesehen habe. Vielleicht habe ich auch einfach die falschen Stellen erwischt – eigentlich hatte ich mir vorgenommen, irgendwo gemütlich Mittag zu essen. Am Ende habe ich mich dann entschieden, einfach bis Heidelberg durchzufahren und dort etwas zu essen.

Mehr Steigungen als an den Tagen zuvor
Gefühlt war dies auch der Tag mit den meisten Höhenmetern bisher. Zwar nichts Dramatisches, aber doch deutlich mehr als auf den vorherigen Etappen. Gegen Nachmittag begegnen mir wieder deutlich mehr Radfahrer. Vermutlich liegt das auch daran, dass heute Freitag ist und viele Menschen das gute Wetter für eine kleine Tour nutzen.

Angekommen in Heidelberg
Am Nachmittag erreiche ich schließlich Heidelberg. Nach dem eher holprigen Tag freue ich mich, angekommen zu sein. Übernachtet habe ich im Staycity Aparthotels Heidelberg. Für mein Fahrrad gab es einen abschließbaren Raum im Hotelgebäude, das moderne Zimmer hatte sogar einen Herd und eine Kaffeemaschine, was den Morgen recht entspannt gemacht hat.

Am Abend bin ich dann noch etwas durch die Altstadt von Heidelberg geschlendert und habe mir das Schloss und die alte Brücke von der anderen Uferseite des Neckars angeschaut.

Morgen steht nur noch eine kurze Etappe an: die letzten rund 20 bis 25 Kilometer bis nach Mannheim.

Ich bin gespannt, ob sich die Strecke dort wieder etwas angenehmer fahren lässt – und natürlich auch, ob das Wetter weiterhin so gut mitspielt.

Highlights des Tages

  • abwechslungsreiche Landschaft mit Waldabschnitten
  • Stadt Heidelberg

5. Tag: Heidelberg nach Mannheim: ca. 25km

Die letzte Etappe meiner Tour führt mich von Heidelberg nach Mannheim. Mit rund 20 bis 25 Kilometern ist sie deutlich kürzer als die Tage davor und damit ein entspannter Abschluss – zumindest von der Strecke her.

Das Wetter spielt heute allerdings nicht ganz so mit wie die Tage zuvor. Es ist frisch und es regnet immer wieder leicht. Kein Dauerregen, aber genug, um zu merken, dass es ein anderer Tag ist als die sonnigen Etappen davor.

Direkt hinter Heidelberg komme ich auf eine Umleitung, die mich teilweise über Feldwege führt. Positiv ist, dass alles gut ausgeschildert ist, sodass ich ohne Probleme den richtigen Weg finde und nicht lange überlegen muss.

Wenn die Route kurz irritiert
Im weiteren Verlauf wird es kurz etwas verwirrend: Der Radweg entfernt sich scheinbar vom Neckar, obwohl Mannheim ja eigentlich noch klar Teil des Neckartalradwegs ist. Ich entscheide mich, mich davon nicht beirren zu lassen und bleibe einfach am Fluss. Nach einiger Zeit tauchen dann auch wieder Schilder auf, die bestätigen, dass ich richtig unterwegs bin.

Ruhiger Ausklang Richtung Mannheim
Gerade am Anfang der Etappe komme ich an mehreren Höfen vorbei, an denen frische Produkte direkt verkauft werden. Eigentlich perfekte Gelegenheiten für eine Pause – gerade auf so einer kurzen Etappe. Ich entscheide mich aber weiterzufahren, weil ich meinen Regionalzug in Mannheim bekommen möchte. Die Strecke selbst ist durchgehend flach und lässt sich entspannt fahren. Trotz des Wetters komme ich gut voran und die Kilometer vergehen schneller, als ich erwartet hätte.

Am Ende erreiche ich den Mannheimer Hauptbahnhof, wo meine Tour auf dem Neckartalradweg endet. Ich steige in die Regionalbahn zurück nach Karlsruhe und lasse die letzten Tage nochmal Revue passieren.

Highlights des Tages

  • kurze und entspannte Abschlussetappe
  • gut ausgeschilderte Umleitung hinter Heidelberg
  • flache Strecke ohne große Herausforderungen
  • Höfe mit regionalen Produkten entlang der Strecke
  • Zielankunft in Mannheim

Fazit zum Neckartalradweg von Tübingen bis Mannheim

Der Neckartalradweg hat sich für mich absolut gelohnt – vor allem, weil er so abwechslungsreich ist.

Die Mischung aus kleineren Orten wie Besigheim oder Bad Wimpfen, größeren Städten wie Heidelberg und Mannheim und den vielen Abschnitten direkt am Wasser macht die Tour einfach rund. Besonders die Etappen bis Mosbach haben mir landschaftlich am besten gefallen – mit Weinbergen, Neckar und dieser typischen Frühlingsstimmung.

Insgesamt ist der Radweg eher leicht zu fahren und damit auch gut für Einsteiger geeignet. Man muss aber damit rechnen, dass nicht jeder Abschnitt perfekt ausgebaut ist – gerade zwischen Mosbach und Heidelberg wird der Untergrund stellenweise etwas unruhiger.

Was für mich ein großer Pluspunkt ist: Die Strecke ist super mit der Regionalbahn erreichbar, sowohl zum Start als auch zurück vom Ziel.

Und wenn ich eine Sache mitnehmen würde:
Im Frühling ist der Neckartalradweg wirklich besonders schön.

Ihr wollt auch eine Tour am Neckarradweg fahren? Dann nutzt unseren kostenlosen Routenplaner zur Etappenplanung mit fahrradfreundlichen Hotels entlang der Route: