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Stern-Radtouren in Friesland
Ein Hotel, mehrere Tagestouren: Du bleibst an einem Ort und fährst jeden Tag in eine andere Richtung, ohne morgens zu packen. Friesland hat dafür ein Radnetz von über 2.750 Kilometern – von entspannten Familienstrecken bis zu längeren Etappen für sportlichere Fahrer.
Radfahren in Friesland bedeutet entspanntes Entdecken statt steilem Strampeln: keine Berge, kaum Steigungen, dafür ein weit verzweigtes Wegenetz entlang von Wasserläufen und über sanfte Deiche. Ob du der berühmten Elf-Städte-Tour (Elfstedentocht, 235 km) folgst, eine Rundtour durchs Seengebiet unternimmst oder die Natur per Fähre erkundest – Friesland eignet sich hervorragend, um die Region auf zwei Rädern zu erleben.
Unterwegs triffst du immer wieder auf stille Momente in der Natur, lebendige Kultur in historischen Städten und die besondere Weite, die diese Region so einzigartig macht. Wir haben sechs Ausgangsorte mit passenden Tagestouren und fahrradfreundlichen Hotels recherchiert: Dokkum, Drachten, Franeker, Harlingen, Leeuwarden und Sneek.
Fotos im Karussell: Radweg durch die weite friesische Landschaft © Lydia Annema; Radfahren im Umland von Dokkum © Outdoorinspiratie / Visit Friesland; Blick auf das Wattenmeer bei Harlingen © Mijke Bos / Visit Friesland
Tagestouren in Friesland
24 Runden ab sechs Orten. Alle beginnen und enden am selben Ort, du brauchst also kein zweites Quartier.
Dokkum ist die nördlichste Stadt der Niederlande, gehört zu den Elf Steden und besticht mit Wallanlagen, Windmühlen und Grachten. Von hier führen Wege über Deiche und Kanäle ins friesische Umland – mit weitem Horizont und Schafen als charmante Weggefährten. In der Stadt selbst laden das Admiralitätshaus, die Bonifatiuskapelle sowie gemütliche Cafés und Boutiquen zum Entdecken ein.
© Outdoorinspiratie / Visit Friesland
Kulinarische Rundradtour rund um Dokkum
Diese Rundtour startet in der historischen Altstadt von Dokkum mit ihren Wallanlagen und Grachten und führt hinaus ins friesische Umland. Unterwegs radelst du vorbei an Bauernhöfen, kleinen Dörfern und Deichen, immer wieder mit Blick auf die Weite der Landschaft. Typisch für die Strecke sind Begegnungen mit Schafen auf den Deichen und der direkte Kontakt zu regionalen Erzeugern – von Milchprodukten über Käse bis hin zu Fleischspezialitäten. Auch ein Abstecher an die Küste zum alten Fischerort Paesens-Moddergat bietet sich an. Die Wege sind gut befahrbar und überwiegend flach, sodass die Tour ohne große Anstrengung zu genießen ist.
© Marcel van Kammen / Visit Friesland
Kulinarik- und Kultur-Rundtour „Stupaparoute“
Diese außergewöhnliche Rundroute startet und endet im charmanten Dokkum – einem idealen Ausgangspunkt für Entdecker auf dem Fahrrad. Die Strecke führt weitgehend flach über Deiche und durch die offene friesische Landschaft. Unterwegs öffnet sich immer wieder der Blick über das Wattenmeer – dazu ein ganz besonderer Kontrast: mitten in dieser Weite steht überraschend ein tibetisch-buddhistischer Stupa (Glückstempel) in Hantum, ein Ort der Ruhe und Symbol des Friedens. Die Wege sind gut befahrbar, die Route eignet sich perfekt für einen entspannten Tag voller Kultur, Natur und kleinen, unerwarteten Highlights.
Genussroute „Gezonde Grond in Noord-Friesland“
Diese Rundtour startet im historischen Zentrum von Dokkum und führt hinaus in eines der eindrucksvollsten Gebiete Frieslands. Hinter den Deichen zwischen Holwerd und Hallum erstreckt sich die größte noch erhaltene Wadden-Kwelder Europas – eine Landschaft, die sich vom ursprünglichen Urland zu fruchtbarem Ackerboden entwickelt hat. Die Strecke verbindet weite Horizonte mit typischen Terpdörfern und zeigt, wie eng Natur, Landwirtschaft und Lebensweise hier zusammengehören. Unterwegs laden kleine Hofcafés, Gärten und Produzenten zu genussvollen Pausen ein. Die Wege sind flach und gut befahrbar, ideal für alle, die Naturerlebnis und regionale Spezialitäten miteinander verbinden möchten.
Drachten ist eine moderne Stadt mit einem lebendigen Kulturleben. Sie bietet gute Anbindung an das Radwegenetz und liegt in der Nähe von Naturgebieten wie De Alde Feanen. Neben Radabenteuern locken Theater, Galerien und Shoppingmöglichkeiten, die für Abwechslung nach der Tour sorgen.
Kulinarische Rundtour durch Smallingerland
Diese genussvolle Rundtour beginnt im charmanten Drachten – ideal, wenn du Natur, regionale Produkte und Lokalkultur verbinden möchtest. Die Strecke führt durch den ländlich geprägten Kreis Smallingerland, vorbei an Höfen, Manufakturen und Erzeugern, die köstliche Spezialitäten unmittelbar zum Mitnehmen anbieten. Unterwegs überraschen herzhaft-zarte Brioche-Sandwiches, kreative Salate und süße Leckereien – mit Zutaten direkt aus der Region. Ein besonderer Höhepunkt ist die Fährpassage in De Veenhoop, ein kleines Abenteuer auf dem Wasser. Die Route verläuft größtenteils flach und gut befahrbar.
Nationalparkroute De Alde Feanen ab De Veenhoop
Von Drachten aus sind es rund 10 Kilometer bis nach De Veenhoop, dem Startpunkt dieser Rundtour durch den Nationalpark De Alde Feanen. Die Strecke führt mitten hinein in eine einzigartige Moor- und Seenlandschaft mit Kanälen, Seen und weiten Blicken. Über schmale Wege und Deiche radelst du durchs Herz des Parks und setzt dabei mit einem kleinen Fährboot über das Grietmansrak. Unterwegs passierst du Spuren eines mittelalterlichen Klosters und kleine Dörfer wie Boornbergum, Tijnje und Nij Beets. Ein weiteres Highlight ist die selbstbedienbare Fähre über die Nieuwe Vaart, bevor es entlang des Polder-Hoofdkanaals zurück nach De Veenhoop geht. Die Strecke ist flach und gut befahrbar.
Genussroute „Genießen in Südost-Friesland“
Diese Tour führt durch das authentische Südost-Friesland. Du passierst malerische Dörfer, wechselst zu offenen Moorlandschaften und landest schließlich im Gebiet De Deelen – einst ein Torfabbaugebiet, heute ein faszinierender Flickenteppich aus Wasser, Schilf, Moorwald und Wiesen. Immer wieder laden die örtliche Gastfreundschaft und die Möglichkeit, unterwegs kulinarisch verwöhnt zu werden, zum Innehalten ein, etwa in der Käserei De Deelen. Unterwegs setzt du mit einer Selbstbedienungsfähre bei Tijnje über. Die Wege sind flach und gut befahrbar – perfekt, wenn du Natur, Kultur und Genuss verbinden möchtest. Gestartet wird am Toeristisch Overstap Punt Nij Beets beim Freilichtmuseum It Damshûs, südwestlich von Drachten; die An- und Abfahrt ab Drachten kommt also noch dazu.
Franeker war einst eine bedeutende Universitätsstadt und ist heute vor allem bekannt für das Planetarium von Eise Eisinga, das älteste noch funktionierende Planetarium der Welt. Auf dem Rad erlebst du hier eine charmante Altstadt mit Grachten, historischen Gebäuden und kleinen Museen. Die Lage zwischen Küste und Binnenland macht Franeker zu einem abwechslungsreichen Ausgangspunkt für Touren.
© Lydia Annema / Visit Friesland
Kultur-Rundtour „Staten und Stinzen rund um Franeker“
Start dieser Runde ist direkt in Franeker, am Parkplatz Hertog van Saxenlaan – mitten in der historischen Altstadt mit Planetarium, Grachten und Universitätsflair. Die Route führt hinaus ins friesische Umland, vorbei an ehemaligen Staten – prächtigen Adelssitzen wie der Liauckamastate bei Sexbierum oder der Roptastate in Wijnaldum. Unterwegs begegnest du außerdem Spuren der sogenannten Stinzen: einst befestigte Adelshäuser, deren Gärten heute für ihre Frühblüher wie Krokusse oder wilde Tulpen bekannt sind. Die Wege sind flach und bestens befahrbar.
Wassererlebnisroute „Friesische Admiralität“
Die Tour beginnt in Franeker beim Planetarium von Eise Eisinga, dem ältesten noch funktionierenden Planetarium der Welt. Bereits hier begegnet dir der Geist von Tjerk Hiddes de Vries, einem friesischen Leutnant-Admiral und Seefahrerheld des 17. Jahrhunderts. Er nimmt dich mit auf diese Fahrradtour entlang seiner Lebensstationen – von seinem Geburtshaus in Sexbierum, vorbei an der Liauckama-Stiftung mit ihrem historischen Tor, bis zum Denkmal Getswerdersyl, einer alten Schleuse mit Gedenkstein, und schließlich in die Hafenstadt Harlingen, wo dich beim Monument „Der Steinerne Mann“ eine Geschichte von Sturmflut und Widerstand erwartet. Die Wege sind flach und leicht befahrbar, damit auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Von Harlingen radelst du entweder rund zehn Kilometer entspannt zurück nach Franeker oder nimmst den Regionalzug, in dem eine Fahrradmitnahme möglich ist – Fahrradticket und Zeiten beachten.
Ausführliche Tourenbeschreibung (niederländisch) ↗ · Rückfahrt Harlingen - Franeker mit dem Zug ↗
© NHL Stenden / Visit Friesland
Reformationsroute Franeker
Die Rundroute startet direkt in Franeker (Fietsknooppunt 09), im Zentrum der ehemaligen Universitäts- und Reformationsstadt. Sie führt durch die historische Innenstadt, vorbei am Menno-Simons-Denkmal, weiter zu versteckten Reformatoren-Kirchen (Schuilkerken) in Dörfern wie Pingjum. Diese schlichten Gebetshäuser lagen oft hinter unauffälligen Fassaden – etwa in Wohnhäusern oder Scheunen – und dienten während der Glaubenskonflikte als Orte des Gottesdienstes abseits der Öffentlichkeit. Die Strecke ist durchgehend flach und bequem zu fahren.
Erzählroute „Das Leben von Eise Eisinga“
Die Rundtour beginnt direkt in Franeker, der Stadt, in der der Wollkämmer und Autodidakt Eise Jeltes Eisinga (1744 bis 1828) lebte. Ohne akademische Ausbildung baute er in seiner Wohnstube das heute älteste noch funktionierende Planetarium der Welt – ein Meisterwerk, das bis heute zu besichtigen ist. Auf der Route radelst du zu seinem Geburtshaus in Dronryp, durch die weite friesische Landschaft und zurück nach Franeker, wo das Planetarium den Höhepunkt bildet. Mit rund 25 Kilometern, flachen Wegen und anschaulicher Themenführung eignet sich die Tour auch für Familien mit Kindern, die Spaß an Natur, Geschichte und Astronomie haben.
Harlingen liegt direkt an der Küste und begeistert mit Hafenflair, Grachten und historischen Lagerhäusern. Von hier aus führen Routen entlang der Deiche mit Blick aufs Wattenmeer. Wer länger bleibt, kann eine Fährfahrt zu den Westfriesischen Inseln unternehmen oder die lebendige Hafenstadt genießen.
Mini-Rad- und Wanderreise, Etappe 1: Harlingen – Zwarte Haan
Die Etappe startet im historischen Zentrum von Harlingen am Grote Bredeplaats und führt hinaus ins friesische Umland. Unterwegs geht es durch typische Terpendörfer wie Wijnaldum und Firdgum. Terpendörfer sind kleine Siedlungen auf künstlichen Hügeln, die früher vor Sturmfluten schützten. Die Route verläuft bis ins Außendeichsgebiet bei Zwarte Haan, vorbei an der Kirche von Hallum, dem Kwelderzentrum, der Dijkkapelle und dem eindrucksvollen Denkmal der „Dobbepaarden“, das an eine Sturmflutrettung erinnert. Zum Abschluss wartet in Marrum der Pannenkoekentrein: ein stillgelegter Zug, der heute als Pfannkuchenrestaurant dient – ein geselliger Ausklang, der auch bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist.
© Mijke Bos / Visit Friesland
Themenroute „Sense of Place – Geschichten des Wattenmeers“
Die Tour startet im Zentrum von Harlingen und führt entlang des Wattenmeers zu Kunstwerken und Installationen der Initiative „Sense of Place“. Diese Initiative macht mit Kunst im öffentlichen Raum die Landschaft, Kultur und Identität des Wattenmeeres sichtbar. So verwandeln Werke wie der imposante „Broken Jug“ von Frank Stella oder die Landschaftsskulptur „Dijk van een Wijf“ die Küste in ein offenes Museum. Der Titel verweist darauf, dass jedes Kunstwerk ein Kapitel erzählt – über das Leben mit dem Wasser, die Landwirtschaft oder die Menschen an der Küste. Da die Route auf demselben Weg zurückführt, ergibt sich insgesamt eine Länge von rund 138 Kilometern. Wer eine kürzere Tour bevorzugt, kürzt die Strecke flexibel ab und kehrt nach gewünschter Distanz einfach wieder um.
© Lydia Annema / Visit Friesland
Genussroute „Rund um Harlingen“
Die Rundtour startet direkt im Zentrum von Harlingen (Fietsknooppunt 19) – ideal gelegen und gut erreichbar. Die Strecke führt durch die fruchtbare Zeedijkregion, geprägt von Ackerbau auf Meeresklei, Obstgärten und kleiner Gartenbaukultur. Unterwegs laden Hofläden, traditionelle Manufakturen und Cafés zu regionalen Spezialitäten ein. Typische Stopps sind eine Töpferwerkstatt, die letzte traditionelle Tegelfabrik, die historische Anlage des Englischen Gartens oder das Hannemahuis als Kulturzentrum Harlingens. Auf dem Rückweg geht es entlang der Waddenpromenade und durch kleine Marktstraßen mit Käse- und Spezialitätengeschäften, bevor du wieder in die Hafenstadt eintauchst. Flach und gut fahrbar, auch für Familien mit Kindern geeignet.
Archäologische Rundroute „Wattengebiet Süd-Friesland, Teil 1“
Die Tour beginnt direkt in Harlingen, an der Kimswerderweg. Du verlässt die lebendige Hafenstadt und fährst hinein in die stille Weite des Terpengebiets, wo bereits um das Jahr 500 nach Christus die ersten Siedler künstliche Hügel (Terpen) errichteten, um sich vor Sturmfluten zu schützen. Unterwegs entdeckst du viele Spuren dieser Küstenpioniere: das Archeologisch Steunpunt Wijnaldum, ein Museum voller Schätze wie einer goldenen Fibula – einer antiken Gewandspange –, den Terpentoren mit Weitblick und die Ruinen von Adelssitzen (Stinzen und Staten), etwa am Poortgebouw Liauckamastate. In Firdgum besuchst du das Yeb Hettinga Museum, wo die Wohnweise in frühen Terpen lebendig wird. Die Strecke führt über ruhige Wege und zurück entlang der Deiche nach Harlingen – flach, gut befahrbar und auch für Familien mit Kindern geeignet. Am Ende wartet eine schöne Aussicht vom Deich und ein gemütliches Lokal mit friesischen Spezialitäten im Hafenambiente.
Leeuwarden, die Hauptstadt der Provinz, kombiniert historische Giebelhäuser und Grachten mit moderner Kultur. Highlights sind der Oldehove-Turm, zahlreiche Museen und eine lebendige Gastronomie. Auf dem Rad findest du hier ein perfektes Ziel für Touren ins Umland und eine Stadt, die abends mit Kultur und Flair begeistert.
Natur- und Vogelroute „Kening fan ’e Greide“
Die Tour beginnt beim Naturmuseum Fryslân in Leeuwarden und führt tief hinein in die weiten Marschlandschaften. „König der Greid“ ist hier der Kiebitz – Sinnbild für die reichhaltige Vogelwelt, die diese Route prägt. Vier Beobachtungspunkte entlang des Weges laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen und den Klang der Wiesen und Sümpfe auf sich wirken zu lassen. Mit 62 Kilometern richtet sich die Strecke eher an alle, die Lust haben, einen ganzen Tag draußen zu verbringen – mit Fernglas, Muße und Freude an weiter Natur.
Historische Rundroute „Von der Hofstadt zum Watt“
Die Tour startet in Leeuwarden, der alten Hofstadt. Hier wirkten Willem Lodewijk von Nassau („Us Heit“), Statthalter und Mitbegründer der Niederlande, und Maria Louise („Tante Marijke“), die volksnahe Regentin des 18. Jahrhunderts. Ihre Spuren finden sich bis heute im Stadhouderlijk Hof, im Keramikmuseum Princessehof, der ehemaligen Residenz von Maria Louise, und in der Grote Kerk. Von der Stadt führt die Route hinaus ins friesische Umland, vorbei an Adelssitzen (Staten) und Gärten (Stinzen), und endet am Wattenmeer, wo Land und Meer ineinander übergehen. Mit knapp 70 Kilometern eine spannende Option, wenn du Geschichte, Architektur und Landschaft verbinden möchtest.
Genussroute „Eetbaar Fryslân – von Leeuwarden nach Burgum“
Diese Runde beginnt mitten in Leeuwarden – ideal, um den Tag kulturell zu starten, etwa mit einem Kaffee in der Altstadt. Die Strecke führt ostwärts durch weite Ackerflächen und charmante Dörfer bis nach Burgum und zurück. Unterwegs öffnen regionale Produzenten ihre Türen: von Blütenhonig über hausgemachte Marmelade bis hin zu vegetarischen Spezialitäten. Das Ganze ist Teil des Projekts „Streekzomer“, bei dem du im Sommer auf direktem Weg frische Produkte einkaufst und so den Geschmack Frieslands mit nach Hause nimmst. Mit rund 46 Kilometern ist die Strecke überschaubar, aber lang genug, um an einem Tag etwas zu erleben.
Historische Rundroute „Staten und Stinzen – Adelshäuser in Friesland“
Die Tour startet am Park Vijversburg bei Leeuwarden – einer weitläufigen Parkanlage mit alten Bäumen, Wasserläufen und moderner Kunst. Von dort geht es als Rundtour durch den Norden von Friesland, vorbei an sieben historischen Adelssitzen, den sogenannten Staten: darunter Uniastate, Popta Slot, Dekemastate, Martenastate, Staniastate und De Klinze. Diese Landgüter erzählen vom Reichtum des Landadels und sind oft von eindrucksvollen Gärten umgeben. Ein besonderes Highlight ist die Schierstins, der letzte erhaltene mittelalterliche Wohnturm in Friesland. Sie macht deutlich, wie aus befestigten Steinhäusern (Stinzen) später prachtvolle Adelssitze hervorgingen. Mit rund 70 Kilometern ein ausgedehnter Tagesausflug, flach und gut befahrbar.
Lebendiges Leeuwarden und die ruhige Umgebung entdecken
Die Tour startet in Leeuwarden, der lebendigen Hauptstadt Frieslands mit ihrer historischen Altstadt, Grachten und kulturellen Highlights. Nach einem kurzen Eintauchen in das Stadtleben radelst du hinaus ins ruhige Umland, vorbei an typisch friesischen Terpendörfern wie Goutum, Boksum und Deinum, die einst auf Hügeln zum Schutz vor Sturmfluten erbaut wurden. Ein besonderer Stopp ist das Friesische Landwirtschaftsmuseum in Goutum, wo die Geschichte der bäuerlichen Kultur und ihre Bedeutung für Friesland lebendig erzählt wird. Danach geht es durch Felder und offene Landschaften zurück nach Leeuwarden – eine Route, die Stadtgeschichte und ländliche Ruhe auf angenehme Weise verbindet.
Sneek gehört zu den lebendigsten Städten Frieslands und ist berühmt für sein Wassertor, das Wahrzeichen der Stadt. Nach einer Radtour durch das Seengebiet lädt die Innenstadt mit Cafés, Läden und maritimem Flair zum Bummeln ein. Sneek verbindet Wassersport, Kultur und lebendige Stadtkultur.
Rundtour Sneekermeer
Diese Rundtour startet direkt in Sneek, von wo aus es rund um das Sneekermeer und weitere Seen geht. Die Route führt durch Orte wie Terherne, bekannt als „Kameleondorp“, und Joure mit seiner Kaffeekultur. Unterwegs wechseln sich offene Wasserflächen, Uferwege und kleine Dörfer ab. Mit 66 Kilometern ist es eine Ganztagestour für alle, die Seenlandschaften lieben und Friesland von seiner wasserreichsten Seite erleben möchten.
Von Stadt zu Stadt: Sneek – IJlst – Workum – Bolsward – Sneek
Die Rundtour startet in Sneek, einer der bekannten Elf Städte Frieslands, und führt zunächst nach IJlst mit seinen Grachten und der historischen Holzsägemühle De Rat. Weiter geht es ins maritime Workum am IJsselmeer, bevor die Strecke durch offene Landschaft in die historische Handelsstadt Bolsward führt. Zum Schluss radelst du wieder zurück nach Sneek, wo die Tour endet. Mit rund 51 Kilometern verbindet die Route gleich vier der friesischen Elf Städte – jede mit eigenem Charakter – und eignet sich besonders, wenn du Stadtgeschichte, Grachtenflair und Küstennähe an einem Tag erleben möchtest.
© Lydia Annema / Visit Friesland
3-Fähren-Route rund um Sneek
Die Rundtour beginnt in Sneek und führt dich durch die wasserreiche Umgebung nach Akkrum, Terherne und Joure. Der besondere Reiz: dreimal setzt du mit kleinen Fahrradfähren über – mal über breite Kanäle, mal über stille Seitenarme. Diese kurzen Überfahrten bringen Abwechslung, entschleunigen die Tour und lassen dich Friesland aus einer anderen Perspektive erleben. Unterwegs warten typische Dörfer wie Terherne, bekannt als „Kameleondorf“, und Joure, die Heimat von Douwe Egberts. Zwischendurch radelst du immer wieder direkt am Wasser entlang, vorbei an Seen und über Deiche mit weitem Blick.
Mühlenroute Friesland
Die Rundtour startet in Sneek oder IJlst, wo die historische Sägemühle De Rat den Auftakt bildet. Hier kann man noch erleben, wie ganze Baumstämme mithilfe von Windkraft zu Brettern verarbeitet werden. Weiter geht es nach Bolsward mit mehreren Poldermühlen, die früher das Wasser aus den tiefer liegenden Flächen pumpten und so dafür sorgten, dass das Land trocken blieb. Über kleine Dörfer wie Burgwerd und Witmarsum radelst du vorbei an weiteren Windmühlen zurück nach Sneek. Diese Route zeigt eindrucksvoll, wie eng das Leben in Friesland mit der Technik der Mühlen verbunden war – sie regelten den Wasserstand, mahlten das Korn oder sägten das Holz, das für den Schiffbau nötig war. Heute sind viele dieser Mühlen restauriert und können besichtigt werden.
Greidhoeke-Erlebnisroute mit digitalen Entdeckungen
Der Start liegt im Naturschutzgebiet Skrok bei Wommels, etwa 10 Kilometer nördlich von Sneek. Wer die Route direkt ab Sneek ansteuert, sollte also rund 20 Kilometer für An- und Abfahrt zusätzlich einplanen. Von Wommels aus führt die Tour durch die weite Greidhoeke, ein fruchtbares Weideland mit Dörfern auf Warften, die einst Schutz vor Sturmfluten boten. Das Besondere: über eine App auf dem Smartphone öffnet sich unterwegs eine digitale Erlebnis-Ebene. An bestimmten Punkten erscheinen Bilder, Geschichten und kleine Animationen direkt über der realen Landschaft. Plötzlich siehst du, wie hier vor Jahrhunderten Menschen lebten, Kirchen gebaut wurden oder welche Vogelarten heute in den Wiesen brüten. So wird Radfahren zu einer Zeitreise.
Fahrradfreundliche Hotels in Friesland
Häuser, die wir für einen Standort-Urlaub angesehen haben – mit Blick auf Lage, Radabstellplatz, Mieträder und Parken.
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Hotel Abdij Dokkum
Hotel Cafe Restaurant De Posthoorn
Boutiquehotel Dokkum
Van der Valk Hotel Drachten
Hotel Restaurant De Stadsherberg
Hotel Grandcafe De Doelen
Stadshotel De Academie
Hotel Anna Casparii
Boutique Hotel De Eilanden
Notiz Hotel
Hotel Post Plaza
Leonardo Oranje Hotel
WTC WestCord Hotel
Fletcher Hotel Paleis Stadhouderlijk Hof
Van der Valk Hotel Sneek
Friese Hoeve
Stadslogement Westersingel
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